Ab in die Eifel

Meiner Ansicht nach war es ja noch zu kalt. Aber ich wollte dann doch so gerne mit meinen beiden Mädels, 12 + 7 Jahre jung, probieren, wie sie sich auf einer längeren Tour verhalten. Bei meinen Recherchen fand ich den Wohnmobilhafen am Nationalpark Eifel. Warum? Er hatte offen und war mit rund 170 km in einer angenehmen Entfernung.

Wir fuhren also über die A43 die in Wuppertal in die A1 überging. In Leverkusen über den Rhein. An der Anschlussstelle Wißkirchen dann runter von der Bahn und die letzten 25 Km dann über Land.

In Gmünd angekommen stellten wir uns erst Mal auf den Stellplatz vor. Ähm Hallo ich bin Anfänger, wie geht das hier. War für die anderen echt witzig, für mich auch.

Ich bekam den Ehrenplatz direkt neben dem der Stellplatzbude, wir bestellte für den nächsten Morgen Brötchen und ich hab das erste Mal Wasser in mein Auto gebunkert. Das war ein tolles Erlebnis, als aus dem Wasserhahn plötzlich Wasser kam.

Wir gingen dann noch einmal runter in das Dorf Gmünd und versorgten uns mit allem wichtigen, was ich vermutete wir noch benötigten. Also ein Paket Wurst, Ketchup, ein paar Brötchen und einen Einmalgrill, die Erlaubnis zum Grillen hatten wir zuvor eingeholt. Sorry für die unscharfen Bilder

Später am Nachmittag, es wurde ja im März noch sehr früh dunkel, warf ich den Wegwerfgrill an und grillte für meine Mäuse und mich erst mal ein Würstchen. Das gab es dann mit einem Brötchen und nen Löffel fertigen Kartoffelsalat von REWE. Natürlich gab es für mich ein leckeres Bier, Prost.

Die Nacht war kalt aber sehr ruhig. Meine Mädels schliefen im Jogger und unter dicker Decke auf der Hecksitzgruppe, ich lag im Alkoven. Ich nahm Geräusche wahr, die ich nie zuvor gehört hatte. Denn neben uns im Auto wurde fürchterlich im Duett geschnarcht und auf der anderen Seite war wohl die Heizung geräuschvoll bei der Arbeit. Aber Egal.

Am nächsten Morgen, ausgeschlafen ist anders, zeigte uns der Brötchenwagen was für eine tolle Hupe er hat. Der Stellplatz war nun wach, egal ob Brötchen geordert wurden oder nicht. Auch das ist ein völlig neues Erlebnis. Wertschätzung durch fehlende Rücksichtnahme. Ich lerne täglich dazu. Wir frühstückten dann aber in molliger Wärme und angenehmer Ruhe. Eingekauft hatten wir ja am Vorabend.

Nun wollten die Mädels aber auch beschäftigt werden. Das war an einem Ort, fern jedweder Freizeitgestaltung nicht einfach. Ich stöberte durch Google-Maps auf der Suche nach Kinderspaß und stolperte über Wolfgarten. Ich entsinnet mich der Tatsache, dass alle meine Kinder an einer Serie im Fernsehen hangen die mit Wölfen zu tun hatte. Naja warum nicht 2,1 Km durch den Wald rennen um zu prüfen, was im Wolfgarten so alles wächst.

Mehr als eine Stunde und gefühlt 500 Höhenmeter später standen wir dann im Örtchen Wolfgarten. Also kein mystischer Ort, sondern ein Dorf. Für die Mädels gab es Pferde zum Streicheln und für mich einige Motive die fotografiert werden wollten

Runter geht immer schneller. Daher machten wir uns nach umfangreicher Erkundung der weiteren wenig spannenden Dinge in Wolfsgarten, wieder auf den Rückweg. Der führte uns zunächst über Endlose Landstraßen zur A1. Wir machten in Köln noch einen kleinen Zwischenstopp ohne Übernachtung. Kletterten die 533 Treppen im Südturm des Kölner Doms rauf, liefen am Rhein entlang und fuhren dann weiter Richtung Heimat.

Es war für uns alle drei ein sehr spannendes und aufregendes Wochenende. Meine kleine schlief im Auto ein noch bevor ich den Rückwärtsgang eingelegt hatte.

Die Tour in die Eifel war ein voller Erfolg. Ich weiß nun wo Wasser reinkommt, wie die Heizung gesteuert wird und das es echt anstrengend ist meine Tochter 533 Treppen zu schleppen.

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